Methoden des Internetbetrugs

In: Sicherheit

21 Aug 2009

Der Internetbetrug ist ein wichtiger Teilbereich der Internetkriminalität. Doch auch dieser Teilbereich lässt sich noch einmal untergliedern, da sehr viele Betrügereien unter den Begriff Internetbetrug fallen. Zunächst einmal ist hierbei das Phishing zu nennen, das jeder sicher aus den Medien kennt. Eine E-Mail, die vermeintlich von der eigenen Hausbank geschickt wird, landet im Postfach. Dabei wird gefordert, dass der Einzelne die Seite der Bank besucht, um seine Identität zu bestätigen. Der User wird beim Klick auf den enthaltenen Link auf eine Webseite geleitet, die der der eigenen Hausbank täuschend ähnlich sieht. Auf der Seite soll er PIN und TAN angeben, um sich zu identifizieren. Da aber die Seite nicht zur Bank gehört, sondern zu Betrügern, können diese mit den Daten Schindluder betreiben. Obwohl die Banken immer wieder eindringlich vor solchen Mails warnen und selbst niemals diese Daten abfragen, gibt es leider immer noch User, die es scheinbar noch nicht mitbekommen haben.

Eine andere Variante des Internetbetrugs besteht im Datenmissbrauch. Hierbei werden die User auf verschiedenen Kontaktportalen oder Onlineberatungen zu einer Registrierung nahezu gezwungen. Ebenfalls kommen Umfragen für diese Variante der Internetkriminalität in Frage. Die von den Usern gesammelten Daten werden von den Betrügern jedoch weiter verkauft und können somit zu einer deutlich erhöhten Anzahl von Werbe-Mails und -Briefen führen.

Auch die Abofalle zählt zur Internetkriminalität. Hierbei werden die User ebenfalls dazu aufgefordert, sich zu registrieren. Den betreffenden Dienst können sie dann vermeintlich kostenfrei nutzen. Doch irgendwo tief versteckt im Kleingedruckten findet sich ein Hinweis, dass durch die Registrierung Kosten entstehen. Diese dubiosen Firmen schalten dann oft noch Rechtsanwälte und Inkassobüros ein. Sie sollen die User dazu bewegen, die Rechnungen zu bezahlen, obwohl in aller Regel kein rechtskräftiger Vertrag zustande gekommen ist.

Experten raten bei solchen Betrügern, die Mahnungen zu ignorieren und nicht zu zahlen. Wer sich wirklich unsicher ist, kann einen eigenen Anwalt beauftragen, meist hat sich die Sache nach einem Schreiben des Anwalts erledigt.

Lesen Sie in unserem nächsten Teil der Serie Internetkriminalität: “Nicknapping”.

Kommentar schreiben

Über diese Seite

IT Sicherheit und insbesondere der damit verbundene Schutz von persönlichen Informationen stehen auf unserer Seite itcip.eu im Vordergrund.

Wir berichten zukünftig über aktuelle Trends und Themen aus der IT-Sicherheitsbranche, wie z.B. Firewalls, Intrusion Detection oder Security im Allgemeinen. Seien Sie gespannt!